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Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 8, fol. 296v

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  1. und Conradi Hornei principiis
  2. Cander zu geschweigen) hatte sich auch
  3. ieses wohl darthun laßen, wenn man der lehre an sich schl. geschicket, und
  4. n
  5. Die Conditiones, die der Autor
  6. des bedenckens seiner Reichs
  7. Resolutioni Affirmativae anhefftet
  8. scheinen theils zum werck nicht behörig
  9. theils in theil. In facto
  10. nicht statt zu haben. Die erste condition ist
  11. daß die Prinzeßin sich nicht zur heyrath
  12. anbieten laßen. Allein das zur
  13. ein allein das wäre nicht wieder die
  14. religion, sondern nur gegen das decorum
  15. die andere condition, daß die heyrath
  16. der protestirenden Religion ersprießlich
  17. seyn solle, ist auch wieder nöthig, in facto nicht
  18. leicht zu erhalten.
  19. Sie ist auch nicht nöthig, denn wenn die Prinzeßin
  20. persuadiret, daß die Römische Religion guth, so kan und muß
  21. ristische annehmen, es sey den Evangelischen
  22. erschrießlich oder nicht
  23. die dritte Condition, daß Sie ein
  24. Unsern glauben (verstehet sich
  25. in so weit er dem Römischen entgegen) nicht abschwehren
  26. müße, ist nicht zu erhalten, die Professionem
  27. tidem thun müßen, darinn sie endtlich
  28. rinnet lehr ankommen, und die gegen Theilige Herrifft
  29. Solches auch, wenn sie ermache
  30. wie die Solennis professio fidei ausweiset.
  31. Es ist aber solche bedingung auch nicht nöthig. Denn
  32. wenn Sie Römisch persuadiret, so kan und muß sie das wiedersparen
  33. verworffen. Jung ist daß sie die unsrigen, so auch ihrem
  34. gewißen folgen und ansehen wahrheit
  35. die wahrheit ausrichtig suchen, nicht verdammet
  36. betrachtet.

Cite

Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 8, fol. 296v. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068366:0546?run=617