Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9, fol. 41r
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- onio
- pag. 8. §
- Verstände:
- La
- Bibliothoff
- 71
- Wolte sie dieselbe, wegen des Parti-
- cularissui alle ausschliessen? so trennete
- sie sich von den fürtrefflichsten alten und
- ewegen Rechtvübigen: Würde sie jene
- aufnehmen, und diese ausschliessen? so
- wäre dieses allzupartheyisch, und mit
- gleich-glaubenden allzu ungleich gehandelt.
- Der Lehre von der besondern Gnade
- komt auch zustatten das Zeügnüs mode
- Vater Lutherischer Lehrer, welche aus
- angeführten Grunden geurtheilet, der
- eigentlichen
- Unterscheid sey nicht im Grunde, und
- könne wohl tolerrt werden.
- Weil diese beyde lehren (Lutherische und
- w
- des H’Augustini) länger denn tausend
- Jahr in der Christenheit sind toleriret wor¬
- den, auch die ungleich-lehrende Partheyen
- selbst einander toleriret haben, so wird
- auch wohl
- sie an den Reformirten können, ja müssen
- geduldet werden. Zumahl die jenige,
- die es mit Augustino halten, worinn sie
- irren, blos aus begierde die Götliche
- Gnade und Ehre zu verherlichen irren,
- l
- und weil sie durchaus nicht absehen
- können, wie man sonst den Relegianismum
- vermeiden könne: urtheilet, D. G. Calixtus
- in Judic. §. 23
- vnd die hohlen
- Rinteler schliessen also: Weil beyde
- Partheyen alle Belaginische und
- Semipelagianische Irthümmer verworffen,
Cite
Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9, fol. 41r. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068367:0081?run=617