Leibniz-Handschriften zur Medizin LH 3, 6, fol. 24r
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- Wein Eßig zu brauen ingleichen most und Bierffßigen
- Norib hier oder wenöthig, placet koche ihn daß er ganz hins wird
- alsdenn ein begaben winde und grüß ihn alsoheit in einen Lau
- deralzeit wohl verstepfet und an einen warmen orthe muß
- gehalten werden, darauf gieß wein oder bier laß es alles
- et
- wohl vermacht allezeit an einen warmen ort stehen.
- Die gemachten Wein oder Spanisch gemachten Weine als solche verderben
- bringen doch ihren guten Nuzen und gut ex Eßig handel, dann
- so man auf 5 Ç 10 bis in 12 maß 7 1/4 zucker meibt, und
- b
- vergören lest alsdan in der werne-behelt und zum Eßig werden Eßet
- e
- gibt es den beständigsten sauersten lieblichsten Eßing, den Stras Bürger
- vorzuziehen und so man einmahl Eßig davon hat, kann man Eine
- große quantität eßig machen, denn so bald es vergören
- ob schon noch nicht hell ist, kan manß in das Eßig fas gießen 3
- tage, darinnen legen laßen, und abzapfen, und noch viel
- ehender so man etliches fast sie deut macht, und in das Eßin
- faß zu dem andern gießet man kan auch noch mehr fas anlegen
- und so es ein mer recht und Wohl gären wolte, von andern
- starck gewenden fäßern, darunter gießen, und immer
- ein
- multubliciren.
- Bey ausfrucht in copia zu machen
- ansetzt die frucht anzu gären, als wann man
- wolte, nur daß man ihn 2 oder 3 tage nach den gären bringer
- stehen laßen, bis schier sauer werden will, als dan difficultiert
- man, wie oben vngefehr so viel Eßing daran, Lust ihn stehen 8 oder
- mehr tage, so wird alles Eßig alsdann mehr von deswillirten über
- gung daran großen, so wirds einer 3 oder 4 tagen zu Eßig, will, man
- ihn dem gantz klar haben muß man im faß mit Haßel ans Holz
- h
- zu lautern schön gemacht vorfüllen, und als dann den Eßigen daran
- gießen, eine stunde etliche daran stehen laßen, alsdann abzapfen
- so haufe erschied ab, solches fas ist Lang zu gebrauchen bin manch
- frische bedar
- P. 98.
- e
- honig Eßin
- 2
- dicuiret
- H. Hörnig 12 oder ad summum 14 U aequa und
- hernach in einen Eßig topf gethan, darein ein seckel mit weißen
- seufn
- jempf hinein gehencket, indigestimè beim ofen stehen laßen, so seyn
- einer 14 tagen ein herrlicher Eßig daraus worden, welchen
- er hernach etc. usu gedistillirt habe, dienet zu allen
- solutio nob
- p.97
- g
Cite
Leibniz-Handschriften zur Medizin LH 3, 6, fol. 24r. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068495:0047?run=617