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Leibniz-Handschriften zur Chemie und Alchemie LH 37, 6, fol. 53v

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  1. willen und daher alle Feindtschafft. Der Heylige Thalerus sagt:
  2. soll Gott in der eingehen, so muß die Curatur außgehen etc. daß ist
  3. soll Gott in unserer Seelen Grundt offenbahr werden, so muß
  4. unserer Seelen-willensg nicht mit den Centuren, und dard
  5. lischen Graweln, die wir etwan alzu seer lieben, geschwänger
  6. und verfürstert sein. Alß da sindt Rechthum, Ehre, pracht,
  7. Zeitlicher Ruhm und dergleichen. Und unser Liebster Heylandt s
  8. e
  9. e
  10. 2
  11. 2
  12. einer nicht solches alles verläst, und sich selbst verlangnet, der s
  13. ner nicht werth. Denn wo Eine Schatz ist, da ist auch einer Hertz.
  14. Dannenheit sagt der Wunderman Jacob Böhme; man solle nichts
  15. in Eigenthum haben oder besitzen, sondern gedencken daß daß alles
  16. v
  17. waß man habe, Gott
  18. zugehöre, und wir mir zu Hauschältern
  19. drüber gesetzt sindt. Das ist, wie der Beylige Thuleius saget, wie
  20. sollen waß Centürlich ist, nicht gar inniglich lieben.
  21. b
  22. d
  23. D
  24. Denn wenn wir gleichthum, Wollust, Titele Ihre Az. gar zu
  25. u
  26. müglich lieben; so ist unsere realen Willen- geist damit ge
  27. schwängert, und eben daßelbe ist seine verfüchttunge, und es sey
  28. nunseß die eingefasten Grauel, in der Zeit, noch vor unseren Ende hoc
  29. brochen werden, welches geschiehet wenn wir unsere Stunde bewäre
  30. zu bringen, und den eingefasten ab Göttischen Löstern, stamm feindt werden.
  31. sonst wirt die Halle Sonne, Christus, nicht in ihme scheinen können.
  32. Ich oder finß
  33. sondern Er wirt dieselbigen Tardischen Gewelden die Er hier in der
  34. heit gewürcket hat, in seiner magia erscheinent haben, und sel
  35. bige Ewiglich freßen müßen, u. wirt der schlechte die Finsterniß sucht
  36. können ergreiffen, daß liecht. (§.
  37. Darumb sollen wir wie Thomas de Remps sagt: Anseyn
  38. liebsten communi zum Freündt behalten, u. den erwehlen
  39. her unß, wann sonst jederman von unßweichet, endlich nicht ver
  40. derben noch verlaßen wirt.
  41. und Christus soll allein der
  42. sonderlich geliebete Freümt seyn auß allen Freünden. Alle
  43. menschen sollen umb Christus willen, aber Christus allem umb
  44. sein selbst willen lieb gehabt werden etc. Denn wie die Teütsche
  45. Theologiae saget: wenn nicht Gott über alles geliebet wirt, so
  46. wirt Er nicht alß Gott im Menschen
  47. glorieirt
  48. 2. buch 7. c.

Cite

Leibniz-Handschriften zur Chemie und Alchemie LH 37, 6, fol. 53v. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068535:0108?run=617