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Leibniz-Handschriften zur Technica LH 38, fol. 174r

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  1. Derowegen bin ich auf eine ganz Neue Invention bedacht,
  2. gewesen, vermittelst deren dem gemeinem waßer gleichsam das
  3. gewicht oder die gravitas specifica des qvecksilbers
  4. per conseqventiam zu geben, welches auch ein mittel, dadurch
  5. Heü
  6. man mit gemeinem waßer ohne einig qvecksilber ein barometrum
  7. o der lufftwage zurichten könne, so der Torricelianischen ähnlich
  8. und nicht höher, als daß einige Bande: daß das jünger Baronetrum
  9. h
  10. Cornecellianum, gesezt in der dritten figuren, das waßer 9’H in
  11. der nöhre VII, so unten in Hoffen, und oben in 1 zu, trage eine ledige
  12. kugel, so eben darauffschwimme in 6 und an dieser Kugel hetge ein gewiß
  13. von Bley M, so schwehr daß es doch gleichwohl vo
  14. der Engel annoch empor gehalten werden. Doch dieses mittel
  15. age ich daß dem waßer, soviel wir es
  16. erfordern gleichsam seine specifica gravitas vermehret, gleichsam
  17. alß ob soviel solchen, oder andere materi darinn zerlaßen worden.
  18. als das H. ganze compositum aus der schwebenden Kugel mit dem
  19. gewicht zusammen tringet, wenn nun die letztes höchte Kugleit
  20. von Kupfer, der eisen, und das gewicht. Man bley, so kan
  21. solches groß und schwehr gemacht werden. Es wird auch s
  22. ehrte Erkleckhart zumahlen wenn man das gewicht heraus gehen,
  23. läßet als M. h.
  24. Die sache aber auff unsre klocke zu applicieren so finde
  25. ich endtlich daß solche alhier nicht thunlich. Denn
  26. wenn gleich das gewicht F. daß hofte geschwer E. herr Geld
  27. und also der lufft innewendig plaz machen kan. Dennoch
  28. weil dadurch die lufft A.E. wieder dann wird kan sie nicht
  29. mehr widersehen, also wird das waßer hinauffsteigen und
  30. das hochl. gesetzet mit samt dem gewicht hinauff haben solte
  31. gese
  32. aber solches anstoßen oder zu schwehr seyn wird, es aber
  33. hinauff lauffen, also daß nicht damit zue gewinnen,
  34. es
  35. Derowegen würde das beste seyn, wann man gewiß
  36. werden. (§. 15.)
  37. aus einem orth etwas zu hohlen wüste, daß man ein gesauhe
  38. und waßer hinab weiße so auff röder gesezt damit, es am beden beste
  39. fürzubewegen, deßen innwendige seyle wohl verwahret. Damit
  40. sie vor der großen last des waßers nicht eingedruckt werde,
  41. aus diesem köndten zwey röhren in die höhe gehen; auch ein blusbild
  42. dienen seyn. Die alte lufft aus, und kriße von oben herab einzu
  43. nommen. In solches gehause müsten die teücher sich vermittelst
  44. der doppelten obbeschriebenen thüren, es ist kein und alle
  45. hrische lufft schöpf. können. Es köndte auch wohl das geh
  46. voll waßer seyn bis oben auf aida ein starcker gewolbter
  47. wohl verwahrter plaz mit lufft, weilen gnug, wenn man mit den Kopf
  48. in der lust.

Cite

Leibniz-Handschriften zur Technica LH 38, fol. 174r. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068537:0347?run=617