Leibniz-Handschriften zur Philosophie LH 4, 3, 8, fol. 1v
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- Daß wir nicht begreiffen was Gottes guthe
- ist, ist daß unser glaube uns weiset
- daß er 2 Menschen erstlich geschaffen
- denen er gerad einen ansteß geben umb
- zu fehlen, denn was war es nöthig einen
- baum zu verbieten, hernach den fluchsälle
- die zu sezen so nicht gesündiget hätten,
- in dem sie noch nicht gebohren wären,
- Nach unser rechnung gehet das gerade,
- gegen güthe und gerechtigkeit gegen
- güthe in dem er das übel verhindern
- köndte wegen gerechtigkeit, in dem die
- gestraffet werden die nichts dafür
- können und nichts gesundiget haben
- Weiters lehret man uns, daß
- Gott der Vater seinen einigen Sohn
- vor uns gegeben hat, das war ja
- nach unser Rechnung auch nicht rechte
- h
- nun der Sohn hätte nie gesundiget, und
- kundte nicht sündigen. Also deucht
- nicht
- daß unmöglich ist zu begreiffen,
- was Gott mit uns machet, daher nur
- seine allmacht zu admiriren ist,
- aber ohnmöglich von seiner güthe und
- a
- t
- gerechtigkeit zu raisonniren
- ch habe die freyheit genommen
- 2
- schohn,
- leztmahls meine meinung
- Christi
- über der junger fragen,
- e
- wegen des Blind¬
Cite
Leibniz-Handschriften zur Philosophie LH 4, 3, 8, fol. 1v. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068582:0002?run=617