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Leibniz-Handschriften zur Philosophie LH 4, 3, 8, fol. 7v

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  1. wenn man deswegen sich bloß auff den glauben beruffen
  2. will, so einem behelff ähnlich scheine
  3. n,
  4. Die Cartessionen solches sehens und besorgend
  5. daß wenn der thuen seelen sterblich, auch die
  6. seelen der menschen gleiche gefahr lauffen möchten,
  7. Haben fürgeben, der Mensch allein hätte wahrhafftig
  8. eine Seele; die Thiere aber seyen nichts anders
  9. alß kunstliche Uhrwercke, von feur und Windt
  10. getrieben ohne alle empfindung) also daß ihrer
  11. meinung nach die thiere wenn sie schreyen nicht mehr
  12. fühlen als eine Orgel Pfeïße; alleine es wieder
  13. spicht ihnen starck die Natur welche auff viele
  14. weise zu erkennen gibt, daß bey den thieren auch
  15. eine empfindung, und sie keine bloße stopen oder
  16. marioletten seyn. Man siehet auch clärlich
  17. das die Cartesianen ihre meinung nicht aussver
  18. oder erfahrung sondern auff ihre eigenliebe gründen,
  19. weil sie sich selbst liebkosten, und nur das jenige
  20. annehmen wollen, was die menschliche natur hoch
  21. erhebet, gleich als wann das wahr seyn müste
  22. was man gerne hätte. Wie wohl sie in zwischen
  23. darinn
  24. nicht unrecht haben, wenn sie alle Seelen über eins
  25. daß
  26. nehmen er sie entweder alle sterblich, oder alle
  27. unsterblich seyn müssen
  28. Ich bin demnach mit der gemeinen Lehr darinn
  29. einig, das die Thiere wahrhafftige Seelen und empfindung
  30. haben, ja ich halte mit Nürn alten weisen Lehrer
  31. dafür das alles in der gantzen Natur Vollkrafft
  32. Leben uns Seelen sey, wie denn auch die
  33. Gläser damit man kleine dinge betrachtet.
  34. unzahlbare

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Leibniz-Handschriften zur Philosophie LH 4, 3, 8, fol. 7v. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068582:0014?run=617