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Leibniz-Handschriften zur Philosophie LH 4, 4, 3d, fol. 2v

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  1. nach unsern Sinn hätte.
  2. seyn können. Die antwort ist, daß zweifels
  3. ohne auch solches seine gewiße Ursach habe, warumb
  4. die ganze Natur einen solchen lauff hat, und
  5. keinen andern. Daher gleichwie
  6. man zufrieden ist, wenn man
  7. nicht die ursachen erfahret, worumb die Sach
  8. eyn müßen, also soll man
  9. allezeit (soviel müglich) sich bemühen
  10. ein gemüth zu frieden zustellen; weil man weiß
  11. daß unfehlbare Ursachen vorhanden seyn,
  12. ob uns schohn nicht müglich solche umbständtlich zu
  13. Es stecket aber darinn noch eine weit höhere
  14. erfahren
  15. Ursach anser zufriedenheit. Denn die Zufriedenheit oder stillhaltung
  16. hat ist zweyerley, die eine heiße Platience par
  17. das maß seyn
  18. force, seyn müß seyn, die andere aber heißet Vergnügung und
  19. gibt ein rechtes gefallen, an dem so geschicht, bringt auch
  20. n; dem gemüth nicht nur eine stille oder
  21. ruhe, daß es sich nicht vergeblich bemühe, sondern
  22. auch eine lust und freüde;
  23. und dieß zu erlangen, ihr
  24. wenn es wiederlich gehet, ist zwar schwehr, (weil man sich nicht darauf übet)
  25. aber doch in etwas thunlich; und in der that und vernunfft
  26. en
  27. ehr zu nehmen, oder zusammen zusammen zusammen zusammen zusammen zusammenkünden, oder ih
  28. gegründet.
  29. zahlen, figuren, kräfften und allen gemeßenen dingen
  30. en, von denen wir einen genauen begriff haben,
  31. daß sie nicht nur richtig und unfehlbar, sondern auch
  32. ganz ordentlich gehen, und solche schöhne Regeln
  33. haben, daß man sie nicht beßer wündschen köndte.
  34. weil nun alles in der Natur gemeßen,
  35. so folget, daß die ganze Natur nicht
  36. nur richtig, sondern auch ordentlich und
  37. schöhn, also daß sie nicht zu verbeßern, noch von dem
  38. s so sie verstände beßer köndte
  39. gewündschet werden.
  40. zwar können wir solche Ordnung nicht
  41. sehen, weilen wir nicht in dem
  42. rechten gesicht-Punct seines hächst in gedancken, ganzes
  43. m
  44. stehen. Aber wir müßen mit den
  45. ins dritte;
  46. gleich wie ein Personalisch
  47. gemählde an uns gewißen stellen
  48. am besten zu erkennen, von der seite
  49. aber sich nicht recht zeigen kan.
  50. allein wir müßen uns mit den
  51. augen des verstandes dahin stellen, wo
  52. wir mit den augen des Leibes
  53. nicht stehen, noch stehen können. Zum exempel
  54. wenn man den lauff der sterne auß
  55. unser Erd Kugel betrachtet, so kommet
  56. ein wunderliches verwirretes
  57. wesen heraus, so die Stern-kündige
  58. kaum in etlic
  59. darinn wir stehen,

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Leibniz-Handschriften zur Philosophie LH 4, 4, 3d, fol. 2v. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068592:0004?run=617