Leibniz-Handschriften zur Numismatik LH 10, fol. 64r
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- ortestellet der groseratae de anno
- 16
- n
- die Herrn von de Schrechte der
- stadt Amsterdam haben anno 1672
- gepubliciret, daß der Reichsthaler
- gevalviret auff funffzig.
- stuvers schwar geld, auch en
- Preyß soude hebben tot 52 stuyvers
- courant.
- Proposen bericht
- Was bey verbesserung des Münzwesens
- in Teutschland zu beobachten (
- 1) Die gemeine clage bezeuget, daß viel
- personen in Teutschland vermittelst des
- verderbten Münzwesens Schaden leiden, der nuzen
- aber nur wenigen in Teutschland, oder auch
- wohl denen ausländern zuwachse. (
- 2) Solchen clagen nun mit bestande
- vorzukommen, mus man zu vorderst wissen
- worinn dieser schaden bestehe, und alsdan
- tque habe die dienstl. ante
- in
- das übel zur grüge erkennet
- c
- 3) Was aber durch die bey dem Münz-
- wesen eingerissene Misbraüche für schaden.
- geschehe, kan als denn erst verstanden
- werden, wann mann wohl betrachtet, was
- wollen
- une getrauebe des geldes oder gemehrter metale
- was für bequähmligkeiten denen Menschen
- abgehen würden, vans kein geld were; denn
- en
- was eigenthich
- was eigentlich der Gottes,
- gebrauch und nuzen des geldes sey, das ist
- thut gänd, kreuz
- urtheil habe, qve de varien lasse, der couzens
- der zweck nüzen, und rechter gebrauch
- der münze sey. (4)
- Es wurde zu weitläuftig seyn alhier
- auszuführen, das man ge gold silber oder
- wann solches übel und gegen den zweck angewendet
- cupfer gewehlet, weil solches zimlich selzam,
- leicht zu übermachen, auf einen gewissen grad
- der güte durch reinigung zu bringen
- vid. sa kan geschrieben, yvnt mund, das man (aujacie theile gleichen nicht dem gantzen
- solcher bequehmligkeiten entbehre,
- hat, und also also famadie exacte
- sondern auch daß man in grossere duplicationen, was
- falle, als wann man gab kein geld gebrauchet
- hätte. Wie dann viel verständige leüte
- nicht ohne wahrscheinligkeit dafür gehalten
- das durch das gelt dener Menschen mehr
- Schaden als nuzen gebracht werde, welches doch
- anstatt einer mass des werths andern dinge
- und zugleich anstatt eines offenen wechsel
- briefs durch die weld dienet; also
- daß man dadurch leicht und richtig allezeit
- tauschen kan. Wie wohl freylich besser
- were, wenn eine solche materi gefund
- gleich wohl nicht zu sagen, wann durcht damit) den worten können die zugleich, eine
- umbgangen wurde.
- 4) Idae geld entworte,
- mehr reale gültigkeit in sich gehabt hätte,
- welches beym gold und silber die blosse sc
- höhnheit und beständigkeit zu sein
- befunden worden, dann von andern tugender
- der Zweck der geldes ist, do
- man leicht, und richtig tauschen kondre. Damit in ita arvenen und sonst, sondern man sich
- gewisses sagen. Was das Lederne und anderes
- nothgeld, die Muscheln der Indianer, so auch
- vor geld gebrauchet werden; und alles extraor
- dinari gelt betrift, da mit hat man sich auch
- aniezo nicht aufzuhalten. (
- 5) Wenn die ganze Welt ein Reich were, o
- Cui
- auch auch von allen andern ganz
- soude könte man darin auch eine
- an sich selbst nichtswürdige materi anstatt
- geldes brauchen, wann sie nur also
- bewand, daß niemand als durch grosse
- mühe oder gefahr, so mit dem von der obrigkeit gesezten werth),
- entweder zu der materi gelangen, oder der materi
- solche form geben könte. Dergleichen könte
- auch ein Land thun, so von andern
- abgesondert, und ihrer nicht vonnöthen
- oder auch soviel wahren auszugeben hat,
- daß es die fremde suchen und ihm was
- etwa noch mangel bey ihm bringen müßen,
- von wechsen banck der Stadt außer den
- 1.) disarii pag. 5 4. also ferst sichs
- weder leicht thaler exolgiret auff so treüen.
- iter nach proposition zu erhöhen
- den 52 - 90
- 93ten
- 52 - 9 - 252 aequ
- proportioniret
Cite
Leibniz-Handschriften zur Numismatik LH 10, fol. 64r. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068753:0127?run=617