Leibniz-Handschriften zu Deutschland LH 12, 2, fol. 71r
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- unsres seculi alzu clar wiederlegt worden. Denn ungeacht
- daß damahls der Bayrische und Westphälische
- Crais dem Kayser mit aller macht beystunden, mit denen
- es doch iezund eine weit andere, ja contraire gelegen-
- heit hat, so hat man doch diese grenzen nicht
- ren können. Gesetzt aber daß wir durch Osterreichischen
- succurs wieder feindlichen Unfall erhalten würden.
- würde man nicht überall Osterreichische Garnisonen ein-
- nehmen, und also entweder dem Feinde oder dem Helffer
- sich ergeben müßen? Und wie wann Spanien oder das
- gesamte Haus Österreich sich mit Franckreich einmahl
- vertragen solte, würden sie Uns als inermes, nicht
- unter sich theilen? Aber so weit nicht zu gehen, wenn
- wie obgedacht, und der Vernunfft gemäß, Spanien
- an Franckreich mit guthen conditionen, onder andern
- Portugall zu recuperiren, die Niederlande
- überlaßen und also unser nicht mehr bedürffen solte, wür
- den wir Uns nicht alsdann, wir ohne eigne Ver¬
- faßung seyn, mit samt der Tripel-allianz zwischen
- 2 stühlen nieder gesezt, und ohne danck von Spanien
- Franckreich zum Feinde gemacht haben? (
- LXV.
- Ist derowegen, mein Verhoffentlich gegründeter Schluß,
- daß man sich in die Tripelallianz dem eüserlichen
- Ar-
Cite
Leibniz-Handschriften zu Deutschland LH 12, 2, fol. 71r. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068774:0141?run=617