Leibniz-Handschriften zu Deutschland LH 12, 2, fol. 109v
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- länger nicht zusehen können, sondern die glimmende Lunte
- zeitlich ausleschen müßen. Und ist gewis guth daß es bey
- zeiten geschehen, ehe andre, zu ihren schaden, auch hinein
- gelocket worden. (
- 11
- Denn solte wie etwa der Herzog vorgeschlagen, Kayserl.
- M. und etliche am Rheinstrohm gelegene Reichs Glie
- der sich haben bereden laßen unterm Vorwand securitatis pub
- licae eine armee von 10000 mannen oder Mehr auf die
- beinen zu bringen, und zwischen den Rhein und Maase
- unter des Herzogs direction, aber der Bundsverwandten nah¬
- men (denn das Reich dazu den seinigen nicht würde gelie¬
- hen haben) zu halten und dann zu der Tripel-allianz zu
- stoßen, wie glauben wir daß dis dem König würde zu
- gemüth gestiegen seyn, der an dem Herzog so sehr den
- willen geahndet. Denn für wahr, die nachbarliche Trungen
- der erhöhte preis des salzes und dergleichen die Ursach
- zu solcher härte nicht gewesen. Gewislich er wür
- de dahin getrachtet haben ihnen wie dem Herzog,
- nicht zwar das Land, doch aber die Kräffte zu schaden zu
- benehmen, und wo nicht durch besezung doch demolirung
- fester, sonderlich auf seiner seite des Rheins gelegener
- Pläze sie zu exarmieren. (4)
- Fragts sich nun ferner, was jenseits zu vermuthen,
- dißeits zu thun, dort zu fürchten, hier zu wagen
- sey. Dahehr dieses andre theil mehr von Franckreich
- al
Cite
Leibniz-Handschriften zu Deutschland LH 12, 2, fol. 109v. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068774:0218?run=617