Leibniz-Handschriften zu Deutschland LH 12, 2, fol. 110v
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- der Länder lust habe, und durch verschwindende nur im verderb
- der Einwohner ihre fusstapfen hinterlaßende victorien sich einen
- Nahmen zu machen suche, sondern es scheint er wolle mit
- gemach- und lang-samen doch gewißen festen tritten die staffeln
- zum arbitrio rerum in Europa hinauf steigen. (
- VII
- Diese hofnung aber würde gewis auf einmahl verschüttet
- seyn, dafern ein solches zum vorschein kommen solte, denn
- dadurch er alle andre Potentaten wieder sich zur feindschafft
- nötigen, alle seine freünde und Bundsverwandten deren
- Anzahl er doch auch in Teütschland zu vermehren sucht, auf
- einmahl verlieren, und doch nichts ausrichten als nur
- etwa das Land verwüsten, und einer oder der andern festung
- auf eine gewiße zeit, bis er endtlich schande halben,
- alles wiedergeben müste, sich bemächtigen würde. (
- in
- Daß dieser gestalt einiges teütsches Haus wie etwa in
- vorigen Krieg geschehen, sich an ihn hencken würde, ist
- vermuthlich nicht zu besorgen. In vorigen Krieg waren
- die teütschen Fürsten frembde hülffe anzuruffen
- gedrungen, sahen auch wohl daß weder Franckreich
- noch Schweden die Sache also anstellete, wie sie das
- Reich in provinciam redigiren möchten. So hat sich
- auch zu Franckreich niemand damahls, sondern nur
- zum Haus Osterreich Monarchischer Consiliorum versehen,
- 12
Cite
Leibniz-Handschriften zu Deutschland LH 12, 2, fol. 110v. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068774:0220?run=617