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Leibniz-Handschriften zu Deutschland LH 12, 2, fol. 115v

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  1. Ist demnach nicht zu zweifeln daß Franckreich eine
  2. Monarchie suche, vielleicht aber auf eine andre weise,
  3. als man sichs ins gemein einzubilden pfleget, wie denn
  4. auch vielleicht die Spanier die Meinung nicht gehabt,
  5. die man ihnen schuld gegeben. Ins gemein nennet
  6. man Monarchiam Universalem, wenn ein König
  7. mit einem gewaltigen Heer ein Land nach dem andern
  8. angreifft, überweltiget, und sich endlich zum Meister
  9. der bekandten welt macht, auf guth Alexandrinisch
  10. Caesarisch, oder Türckisch. Dieses möchte vielleicht
  11. angehen, wenn der Münch so das Büchsen Pulver
  12. erfunden, iezo erst hinder dieses so kräfftig-schäd
  13. liche secret käme, und gegen eine mit diamanten
  14. versezte Kutte dem König in Franckreich allein eröf¬
  15. nete. Als denn glaub ich solte das Spiel nicht lange
  16. wehren. Der einigen phalangi haben die Macedo
  17. nier, der Testudini scutis in capita sublatis, und
  18. etlichen andern Vortheilen die Römer alle ihre
  19. Siege zu dancken. Auch der Schweden Siege ha
  20. ben ihre Ursachen. Nachdem man aber iezo mit
  21. gleichen waffen und Vortheilen streiten, ist keine
  22. hofnung auf solche art zur monarchie zu ge-
  23. langen. (
  24. 16
  25. x
  26. v

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Leibniz-Handschriften zu Deutschland LH 12, 2, fol. 115v. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068774:0230?run=617