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Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9, fol. 136v

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  1. n
  2. dem
  3. und H. Semipelagianisimo Uns zu näheren
  4. zu viel einzuräumen mich auch inutiles
  5. replicationes in infinitum, gratiae ad gratiam
  6. vergebens sezen; so würde beßer seyn diese art Secretio Medicae
  7. yseit zu legen, bey dem er
  8. Was von diesen dingen zum höchsten und lezten
  9. 3
  10. n
  11. die schrifft saget (nehmlich daß Gott den jenigen die Ewige Seeligkeit
  12. zu geben beschloßen, von denen er
  13. aben
  14. siehet, daß sie den Seeligmachenden glauben
  15. haben werden, und daß dieser glaube selbst
  16. ein gnaden geschenck gottes sey) still zu stehen,
  17. und wegen das übrigen so wir nicht wißen
  18. noch verstehen, die weisheit Gottes zu admiren in
  19. n
  20. dem ja wohl seyn kan, daß schwächere na
  21. türliche kräffte durch die göttliche gnad zu
  22. etwas herrliche gebracht werden, und
  23. d
  24. ein
  25. die göttliche allerhöchste weißheit ihren hohen
  26. Uns verborgenen doch, lob und preiß-würd-
  27. mehr
  28. digsten Zweck dadurch denn erreiche.
  29. e
  30. Weil aber gleichwohl gewiß,
  31. daß kein verständiger Mensch, geschweige
  32. Gott, der die Weißheit selbst ist etwas wolle
  33. oder schließe; er habe denn deßen einen bestän¬
  34. digen grund, wo durch er etwas zu wollen, und
  35. einen schluß zu machen bewogen werde;
  36. auch die Eydoxiae oder beneplacitum, zu
  37. teütsch guth befinden, sowohl vi termini als
  38. auch ex natura rei etwas guthes, so der Verstand
  39. et
  40. begreiffen muß, mit sich führet: So kan
  41. man auch ohne Verlezung der höchsten weißheit
  42. und vollkommenheit gottes nicht zweifeln,
  43. daß er bey der praedestination und praetest
  44. tition, darauff sich der Menschenseelig¬
  45. keit und verdamniß gründet gewiße, gerechte,
  46. unterthaffte und unverbeßerliche bewegende
  47. Ursachen seines Willens und Decreti gehabt
  48. haben müße; Welche auß der unendtlichen
  49. erkentniß deßen allen, so müglich, herge-
  50. floßen; dadurch nehmlich Gott bewogen wird
  51. das jenige zu wehlen, welches das beste ist.
  52. ob wir es schohn in dieser sterbligkeit zu
  53. verstehen und zu begreiffen nicht ver¬
  54. mögen. Causae occultae esse possunt,
  55. injustae esse non possunt. Wie Crocius
  56. loco supra citato gar wohl saget.
  57. Wir supponiren, daß alle
  58. iezige Reformirten mit Crocio numehr
  59. e
  60. a
  61. e
  62. eiste
  63. curvat

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Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9, fol. 136v. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068367:0272?run=617