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Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 13, fol. 223r

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  1. No 190
  2. acultatis Theologicae Tuburgensis bedencken über des Bischof von
  3. Reunions. Vorschläge nebst Dr Wolffiani notaminibus ad margineb
  4. n. 6. Febr. 1689.
  5. die notamina ad
  6. marginem hat der
  7. Perkst D. Wolffe
  8. hnzugesezt.
  9. Durchleuchtigster Herzog
  10. Gnädigster Fürst und Herr
  11. Aus deroselben om uns abgelaßenen Fürstl.
  12. Befehl, daß wir bey der Facultate The
  13. ologica mit Zuziehung des Extraordinarii
  14. Professoris Theologiae Häberlin, was bey
  15. der neulichen Conferenz mit dem Bischoff
  16. zu Tina sich verloffen, solten erwägen,
  17. die original acta fleißig durchlesen, und wo¬
  18. hin unsere Theologische Gedanken über ein
  19. und anders gehen, so bald es müglich er¬
  20. theilen, haben wir mit gebührender Unter¬
  21. thänigkeit vernommen, und uns den 31. Janu
  22. arii zusammen gethan, und nach genugsamer
  23. betrachtung einmüthiglich von einem punct
  24. zu dem andern gangen, auch geschlossen, wie
  25. bereits in Unserm Project zu finden, und
  26. zwar Erstlich von der Persort, nemlich dem
  27. Bischoff von Tina, daß derselbe ratione Per
  28. sonae et Negotii sehr suspectus eines undan¬
  29. dern doli. Dieweilen Er Erstlich sich
  30. nicht genug legitimirt, nichts weiters in
  31. seinem Creditio-Schreiben beybringen
  32. können, dann daß Ihro Kaÿl. Maÿl.
  33. begehren, Ihn auf sein verlangen nicht
  34. allein vor Ihro Dr. H. nothdürftiglich an¬
  35. hören, sondern auch in ihre Protection nehmen,
  36. auch zu sicherer fortsetzung seiner Reyse,
  37. auch allen guten Vorschub und befürderung
  38. gedeyhen, folgends dise seine gnädigste Mor¬
  39. schrifft fruchtbarlich genießen lassen, also in
  40. generalibus terminis Ihro Durchl, re
  41. commendirt worden, ohne meldung Einiger
  42. Qualitae seines Negotii, ob es politisch oder
  43. Geistlich seyn werde, auch so es wäre geistlich
  44. Er sich nomine Ecclesiae Pontificiae, und aller
  45. Membrorum de voselben sonderlich bey einem
  46. solchen weit aussehenden Werk, welches in kei
  47. nes privati Macht solte legitimirt haben.
  48. Hum andern, weilen Er unter den Ersten
  49. onsuchet die Helmstättische Theologos von
  50. den
  51. Persona
  52. weilen Ihro Kayserl. Majestät creditiv-Schreiben dahin
  53. gegangen, daß Ew. Hochfürstl. Durchl. den Bischoff seinem
  54. verlangen nach wolten hören, auch Ewre HochFürstl. Durchl,
  55. solch creditio Schreiben für genehm gehalten, und beant
  56. wortet: Alß-Läßt man dahingestellet seyn, ob der Bi¬
  57. schoff eines doli hierinn zu beschuldigen, und sich nicht
  58. onnugsam legitimirt, obschon in dem creditio-Schreibe
  59. speculirt, d’ qualitate commissionis, ob sie Politischer
  60. Theologisch, nichts errinnert worden.
  61. nach gedacht wird, daß er nomine Ecclesiatum
  62. particularium dieses negotii halben sich solte legiti-
  63. mirt haben; kan man nit sehen, daß er deßwegen
  64. eines doli zu bezüchtigen seyn, die weilen er selbsten
  65. gedacht, daß er dises negotium pacis, sowohl bey sei
  66. nen glaubensgenossen, als bey uns tentire; und also nit
  67. publico totius Ecclesiae Pontificiae nomine, sondern pri
  68. ratim agirte, und nur secretas sententias zu erforsche
  69. verlangte. Zu geschweigem, daß er etlicher Schreiben
  70. von etlichen Carden alen und Bischoffen in handen hatte;
  71. welche er aber Uns nit vorgewisen: Usser einem Schrei
  72. ben vom Pabst, dessen blosen titel er allein gewiesen, mit
  73. vermelden, daß Er wohl wüßte, wie solches bey uns nicht
  74. vermöge.
  75. Mir D. Wolffin aber ist eben diser Modus agendi; und das
  76. Verlangen der Secretarum sententiarum suspect fürkommen,
  77. in dem Er expressa vermeldet, solche sententias keinem Mensch
  78. als Kayserl. May. zu eröfnen. Dargegen ich eingewendet,
  79. wann Ihme eine sententiam geben solte, würde ich ihm
  80. eine solche geben, die er aller weit fürlegen dörffte.
  81. daß also aus diesem modo agendi damort geschlossen, es

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