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Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 20, fol. 273r

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  1. d
  2. p
  3. Cremen den 6ten Nov. 1691.
  4. Theologiae M. Bottecheri
  5. Alles was in der gantzen Theologie ist, kan man mit
  6. der Vernunfft begreiffen, daß es also seyn könne.
  7. Ex gr. daß ein Göttlich wesen und günterschiedene
  8. Personen in demselben Göttl. Driesen sind, kan man mit
  9. der Vernunfft begreiffen, dann wie bey einem Menschen
  10. in allen dingen erstlich gefunden wird principium agendi
  11. hernach ratio agendi und endlich vis expromptiva oder
  12. executiva, also ist in dem Götti,
  13. e
  14. principium agendi, Gott der Sohn Ratio, und Gott der
  15. u
  16. it. Es weiß bis expromptiva. Was nun aber bey einem Menschen
  17. n
  18. accidentia sind, das sind bey Gott substantiae
  19. 3.) Wie gantz Theologie ist kürzlich in folgendem simili enthalten:
  20. e
  21. e
  22. 2° ist ein König, welcher rebellische Unterthanen hat, die i
  23. ihrem Geblut indicirt sind, daher spricht Er zu seinem
  24. S
  25. Sohn, du muß dich unter sie nießen, und ihnen von denen
  26. einen Geblit etwas mittheilen, daß sie rein werden. Der
  27. Sohn gehorchet dem Vätterlichen Befehl und reiniget sie
  28. daher die Unterthanen wieder bey dem König in Gnade
  29. kamen. In dem aber der Sohn sie reiniget setzet sich
  30. etwas von der Unterthanen gar seigen geblüte an seinen
  31. einen Leib. Wir Er nun deswegen übel reichet, saget
  32. dem Sohn
  33. der Vatter zu; du muß in die Badestuben gehen, und
  34. nicht allein schreiben sondern die auch die Ader offnen
  35. laßen, damit alles unweine geblüt wieder von dir gehe
  36. der Sohn ist gehorsam und setzet sich selbst dadurch nöllig
  37. ve
  38. sey
  39. in des Vaters Günf
  40. ün
  41. Dieses Gelegen wird also ercläret;
  42. N
  43. ldam War
  44. nach Gottes Mauritied in rechtschaffener gerechtigkeit
  45. 7
  46. d
  47. et y
  48. und Heyligkeit erschaffen und hatte einen freyen willen
  49. wie Er sich nun vom teuffel verführen ließ, die
  50. verbothene frucht zu eßen, hat Er dadurch eine materiam
  51. Hetero geniam in sein fleisch gebracht, wie daraus zu sehen,

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Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 20, fol. 273r. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068378:0545?run=617