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Leibniz-Handschriften zur Jurisprudenz LH 2, 7, 1, fol. 7r

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  1. e
  2. Relation in Sachen Jürgen Rokahr Junior, Kläger undt Appellanten
  3. contra Jürgen Rokahr Senioris Witbe, aniezo He
  4. und Erben.
  5. a
  6. Jürgen Rokahr jun. begehret von seines Vatern Bruns Jür
  7. gen Rokahr senioris Witbe, so Heinrich Schradern Geheyrathet (§.
  8. Morgen Landes zu Gestorff in Amt Kalenberg gelegen, dieweil
  9. er vom Guthsherren damit bemeyert worden, welcher auch ihm Cläger
  10. sie nur praecario ad his vitae mit sein Clägers consens be
  11. seßen, da dann der Amptman zu Calenberg Sequestrationem
  12. fructuum erkennet, davon Cläger anhero appellirt, und ist
  13. numehr auch super petitorio alhier verfahren worden. Die
  14. GuthsHerrin Catharina Elisabeth Gogrevin witbe Krops
  15. assistirt Clägern, und Beclagte wendet dagegen ein, daß
  16. durch eine richtige theilung die Länderey an ihren vorigen Ehe
  17. man kommen, dagegen die GuthsHerrin replicirt, daß solches
  18. ohne ihren consens nicht geschehen können. Weil aber das factum
  19. sehr verworren und Zeugen beyderseits abgehöret, soll zu deßen
  20. erklärung folgende Species facti dienen. (§. 2)
  21. Heinrich Rokahr der ältere hat 3 Söhne hinterlaßen, artic.
  22. reprobatorial. 4. nehmlich Heinrich Rokahr den jüngern (Clägers
  23. Jürgen Rokahr des jüngern Vater), Jürgen Rokahr den ältern,
  24. deßen Witbe (nehmlich die Beclagte) anietzo Heinrich Schradern
  25. geheyrathet, und eine Tochter Gertraudt, welche hernach Beclagter
  26. als Zeügin in hac causa angegeben. Als Heinrich Rokahr der ältere
  27. gestorben, hat seine Witbe Peter Segern geheyrathet, welcher viert
  28. halb Morgen Hämlisch Land, oder von der Hämlischen güldenen Hufe
  29. zu Gestorff, vid. art. prob. 2. et art. reprob. 2. zur Morgengabe,
  30. oder Brautschatz an den Hof gebracht (Nota Cläger gibts an vor
  31. vierdthalb Morgen, reus vor vier, testes d. loc. favent actori) und
  32. vor seinem absterben verordnet, es sollen diese vierdhalb Morgen
  33. e
  34. seinen beyden stieffSöhnen Heinrich (jun). und Jürgen (sen,) Rokahr blei
  35. ben, hingegen solte ieder der Schwester Gertraudt 20 fl. geben.
  36. Wie dann Becl. solches articulirt artic. reprob. 5. 6. 7. deßen Zeu
  37. gen es auch, und in specie die Schwester Gertraud selbst bejaet,
  38. daß sie die 20 fl. von einem ieden in sonderheit empfangen, auch
  39. hätte ieder seinen theil in Besitz gehabt, wiewohl sie, die Brüder,
  40. auff des StiefVaters Verordnung des Landes nießung der Mutter s
  41. olange sie gelebet, gelaßen. (§. 3)
  42. Clägers articuli und Zeugen gedencken von diesem allen nichts, und
  43. sagen hingegen es habe der eine Bruder Heinrich Rokahr von
  44. Herman Oldenkopf noch drey Morgen solcher Länderey erblich ge¬
  45. kauft, artic. prob. 3. Und were Heinrich Rokahr vom GuthsHerrn
  46. mit 6 1/ Morgen bemeyert worden (solches verstehe also, daß
  47. et

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