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Leibniz-Handschriften zur Jurisprudenz LH 2, 7, 1, fol. 7v

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  1. die 3 1/2 Morgen von Peter Segern hergerühret, die übrigen 3 Morgen
  2. aber er Heinrich Rokahr von Oldenkopfen dazu gekauft); es were
  3. solche Bemeyrung bey des StiefVaters Lebzeiten geschehen, ob wohl
  4. so lange der Stief- Vater und die Mutter gelebet, selbige (quod con
  5. test
  6. sentit depositioni testium adversae partis) des Landes genoßen, vide ad artic.
  7. prob. 4. Streiten also beyderseits Zeügen darum, ob die beyden Brü¬
  8. der Heinrich und Jürgen sich in die 3 1/2 Morgen getheilet, und ieder de
  9. in
  10. Schwester 20 fl. herausgeben, wie testes Rei sagen, und darunter die
  11. Schwester selbst, oder ob Heinrich des Clägers Vater als der ältiste Bru
  12. der allein vom GuthsHerrn damit bemeyert worden. (§. 4)
  13. Es köndte seyn das beyderseits Zeügen die Wahrheit reden, dann ja der
  14. annoch lebenden achzigjährigen Schwester, welche selbst sagt das Geld
  15. empfangen zu haben, außage considerabel scheinet, kan also wohl
  16. sein, das Peter Seger solche Verordnung gethan, und die StiefKinder
  17. derselben eine Zeitlang nachgelebet, zumahlen das Land von ihm etl
  18. ichermaßen herkommen. Hingegen kan auch wohl seyn, daß der Guths
  19. Herr welcher das Land nicht gern wollen theilen laßen, es mit ein
  20. ander dem ältern Bruder Heinrichen Clägers Vater gethan, zumahlen
  21. solcher noch 3 andere Morgen ohne das dazu gekauft. (§. 5)
  22. Ob nach StiefVaters und der Mutter tode Heinrich Rokahr allein in
  23. possessionem der 3 1/ Morgen sich gesetzt, oder ob er nur die helffte und
  24. der andere Bruder Jürgen Rokahr sen. die andere helffte nehmlich
  25. 1 3/ Morgen, Quaestionis genoßen, sind die Zeugen auch nicht einig
  26. Testes actoris sagen prius ad artic. probat. 4. wiewohl eben nicht
  27. so gar deütlich oder ausdrücklich, wie ex inspectis verbis leicht abzu¬
  28. nehmen. Hingegen testes Rei affirmant posterius, insonderheit testis
  29. 1. in respons. ad interrogator. articuli 5, reprobatorialis, ieder hette
  30. sein theil in Besitz gehabt. Nun scheinet wenn Jürgen sen. der Schwester
  31. fl. geben, werde er ja etwas in besitz bekommen haben, quod etiam
  32. ex eo confirmatur, daß als Heinrich Rokahr gestorben, und der GuthsHerr
  33. deßen Sohn Jürgen jun. iezigen Clägern mit den völligen 6 1/ Morgen
  34. bemeyert, Cläger doch nicht in die possession der 1 3/ Morgen quaestionis
  35. kommen, sondern solche seines Vatern Bruder Jürgen Seniori gelaßen und
  36. zwar probabiliter deswegen, dieweil solcher in deren possession; und
  37. ungeacht des GuthsHerrn an einen andern (iezigen Clä¬
  38. gern) gethanen Bemeyrung, nicht so leicht ohne pro
  39. ceß daraus zu setzen gewesen. (§.
  40. b
  41. Denn obwohl der GuthsHerr nach Heinrich Rokahrs (Clägers Vatern) tode
  42. nach Gestorff kommen, und deßen Sohn ietzigen Clägern allein mit den
  43. 6 1/ Morgen bemeyret, auch den von Jürgen Rokahr senieffe
  44. üszeit

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Leibniz-Handschriften zur Jurisprudenz LH 2, 7, 1, fol. 7v. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068421:0014?run=617