Leibniz-Handschriften zur Medizin LH 3, 6, fol. 84v
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- 2
- l
- Die gatten soll man schreiben und die steine sauber herausschneiden
- darnach zu dünnen schicklein schneiden, und derselben schnittlein
- 2 U nehmen und anderthalb viertel gottensaht daran gießen
- und es aneinander lassen sieden, bis die güttenbrüche einsend
- und die schnitze weich worden, als dan streichs durch ein tuch
- schlags bis die steine anheben mittzugehen, darnach nun 2 loth
- zacker wenigestoßen, wenn man es nicht süß haben will, so
- mit nur 1 loth zucker, rühne ihn unter durch gestrichene
- und laß es sieden ob einer glüet, bis das es gnug hat,
- rühre es wohl daß es nicht anbrenne, wenn du gewurt
- darin wilt, so umb darzu kommet, jngter iedes, woh
- Neglein ein gäntlin Coriaider 1 Both und kleine Mußcat miß
- Geschnitzte guten hat wegen
- Umb 10 güthern thue sie in ein waßer, laß woll sieden, bis
- ihnen die haut wohl abgehet, so schmide als den feine dünn
- mitlein, der schieblen solte nehmen 3 viertel und 2 U
- zuberbrüche daran thun, laß mit nwänden sieden, bis du mei
- nest, daß gnug hat.
- Ann zelten zu machen
- Neub schwär weiße dritten wiße an einen saubern tuch
- steche die gutzen herauß und lege sie in ein siedentwaßer in
- mir pfame das waßer soll drüber gehen, und also ob einem
- guten feuer sieden laßen, bis die gütterwerich werden, wenn
- man mit einem pfriemen drein sticht, daß sie herunter fallen
- so haben sie gnug, man soll sie weil sie noch wären sind schelen,
- nur das Haütlein herabschneiden oder schaden bis auf das steinigte
- wenn das waßer wolte zu fast einsieden, daß es nicht über
- die gätten gnug, soll man heis waß er drein gießen, damit
- sie in steten sie den bleiben, sie werden sonst braun¬
- Deßelben abgeschobenen marcks soll man nehmen 1 U und
- e
- es in einem seinern Mörsell oder Bibliegel, mit einem
- hölzern stempel woll reiben daß es leid und weich wieder
- darnach umb 1 Loth weißen zuver drein gestoßen, den
- weib man woll dannter, solches in eine meßenige pfanne ge
- auf einen Kohlfeüer Sachen daß kein flammen gibt, und wohl
- durch einander heiß werde und so lange sieden wie weiche eyer
Cite
Leibniz-Handschriften zur Medizin LH 3, 6, fol. 84v. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068495:0168?run=617