Leibniz-Handschriften zur Medizin LH 3, 6, fol. 85r
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- mit steten wühren, denn es gerne anbrenet, darnach also heiß
- in die modell gießen die sollen vor mit risten waß er gemeht seyn
- und alsobald den obern modell auch darauf gedenckt,
- wenn sie in 2.B. stunden nicht ausgehen wollen, nach mans
- über nacht in einer stuben laßen stehen, als dann das obertheil
- mit vorien zuüber beesert, und auf ein papier herausgelegt
- und das ander theil auch also beßet und mit paar zugedeckt
- und in eine warme stuben gestehet, doch nicht gar zu nahe beym ofen
- sie wenden sonst Braun, und sie also 14 tage liegen laßen
- und sie alle tage mit geleüterten zucker bessen, und auch alle
- tage und wenden, daß sie allgemach außtrücknen, und allgemachheit
- werden.
- Wie man die glatten gücken helten ein machen soll,
- eib gar scheür qvicken, so viel du weit in mein bestelle oder pfennen
- gieße wohl waßer dran, biß es sieden bis es die quitten will weich
- werden, nachdem so schweich es durch die so am wenigsten sind, am
- ersten so lang, bis keiner mehr dar ist, durch ein heiruit noch se
- gehet es feindurch daß die kern und schale nur an tuch bleibet,
- nachdehn so umb daß durch gestriebene quitten mußlein in ein
- geschrie eßige so viel zullers dagegen als des guttenmuß keines ist,
- daß eins so viel ist als das andere.
- Nachsehn so thue den Jucker in ein geschir und gieße so viel waßer
- denn auß es feindubliche sey, nach dehn so sehe es über das Kohl
- feuer laß es sieden, nun daß gütten müßlein sehe es auch über
- das kohlfeuer laß es auch bey
- daß manß allweihs mit den beffel anher daß sichs nicht anlege, und
- wen es dich düncket es werde fein ein wenig trucken, und der
- zutter dicklecht sey, ist heb es alle beyde ab und größe den zuüber
- also heiß er das Mußlein und flucht gerühret, bis es alzusammen
- komt. Nachdem so habe scheie zu mein glake plätlein, so groß als
- du gerne haben willt, aber nicht zu groß gieße daß gantten Müßlein
- mit den Zucker drein ein plätlein nach dem andern weil du hasti
- sehr in eine waren stehen laß stehen bis auf den Morgen so ist
- sie gerecht gesotten und gehet fein glat herauß, hilf ihm auf aber
- nachdahin lege es auf einen teiler kehre sie alle tage ümb bis
- sie trucken werden so seynd sie gerecht
- Wie man gute an Zelten machen soll.
Cite
Leibniz-Handschriften zur Medizin LH 3, 6, fol. 85r. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068495:0169?run=617