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Leibniz-Handschriften zur Philologie, Sprachwissenschaften LH 5, 3, 1, fol. 9v

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  1. A
  2. sam Unser Teutsche Theil garten
  3. üten mus nicht nur
  4. anlachende Lilien undt Rosen
  5. sondern auch süße Äpfel und
  6. gesunde Kraüter haben. Jene
  7. verlieren bald ihre schohnheit und geruch
  8. diese laßen sich auch diese Jahre
  9. über an
  10. zum gebrauch behalten, hat
  11. nenig, weil er
  12. Nachdem so viel hohe Stände
  13. Personen und andre vortrefliche
  14. Leüte
  15. n. Hat man sich also nicht zu
  16. verwundern, warumb sovie hohe
  17. Standes Personen und andere
  18. Vortrefliche leüte das
  19. werck nicht halben, gnugsam
  20. gehoben; dieweil man ungeacht
  21. des nahmens der Fruchtbringenden sich gemeiniglich
  22. nur mit solchen gewächsen
  23. beholffen, welche zwar
  24. bringen. (§.5.)
  25. bringen aber keine früchte tra
  26. a
  27. n mäßen, die blumen
  28. der zierlichen einfälle ihre
  29. annähmligkeit gleichsam unter
  30. n
  31. den händen verlieren, und bald
  32. überdruß machen; wenn sie nicht
  33. einen nehrenden saff
  34. t der unvergänglichen Wißenschafften
  35. in sich haben.
  36. Welches ich nicht
  37. e
  38. arumb gedencke, als ob ich dieses
  39. herrliche vorhaben unser Vorgeher (dem wi
  40. e
  41. was noch von der teutschen Reinigkeit
  42. übrig blieben, mehrertheils schuldig),
  43. tadeln wolle,
  44. denn ich wohl weis,
  45. daß anfangs sich nicht allein
  46. thun läßet, sondern arbeit ich werde zuzwungen,
  47. bisher zu meiner vertheidigung anzuführen
  48. damit man zwey dinge zugleich sehe
  49. nehmlich nicht allein warumb
  50. bishehr noch nicht gnugsam ausgerichtet worden
  51. sondern auch warumb gleichwohl annoch hofnung übrig sey.
  52. so sie angegriffen
  53. unser vorgehe
  54. obstehendes n

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