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Leibniz-Handschriften zur Allgemeinen Geschichte LH 11, 6B, fol. 160r

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  1. Nun solte man sich vor etlichen
  2. wochen nicht allein hiemit vergnüget,
  3. ondern auch noch zimliche Rechnung auff
  4. des Gers und deßen Nordischer Alliirten beystand
  5. gemacht haben; es hat sich aber in einem
  6. auvehblick der Specität, in dem sich die Ottomannische
  7. pforte abermahls zu einem bruch-
  8. mit dem Camz aber, und wie es fast scheinen will, und dem König zu sehen
  9. allein Chur Dürnigkeit hat mit höchsten und helstein glückstad, aus heßigeiß eines Schwündschen Embraths C
  10. nehmlich ist verleiten laßen. Daher nicht
  11. wegen dero Reichs-beytrags schwührigkeit
  12. machen, sondern auch die Cron hohlen des Kaysers und
  13. der Venetianiz, beystand, aus dem
  14. Grund suchen sich zu würde, daß der Carlewizische Frieden
  15. worden
  16. übertreten zwar solte.
  17. sich zu förderst dafür halten
  18. daß keinem Reichsstand zuzustehen, daß er
  19. seinen Reichs beytragen, wegen der nothdurfft seiner außer Reichs gelegenes
  20. Lande auch zurückhalten dürffe. Weil
  21. diese ReichsBürde ein wesentlich stückseiner Nachst
  22. und der Zweckseins Reichs-leches; daher was zu allen anstadt
  23. gen König zu Schweden, und zwar außer wißen der Reichsstände
  24. aus noth verwilligt worden, in keine folge zuziehen,
  25. leistung des ihrigen
  26. hiehr seyn würde, ChurSachsen undt
  27. Gdstoffe auch anders als durch glimpfliche Wege zu bringen. Haben aber auf eingeben:
  28. aber an
  29. errn
  30. gelaße
  31. zu bringen; so wäre die sach so zu faßen, daß
  32. ämt, daß endtlich auch von seine ansehen auch ihren Nothdurfft in gebehrende Betrachtung,
  33. zwar die Form der Reichschuldigkeit beobachtet, in der that aber
  34. nicht gezogen werde; weilen solche numpel und Beclagten theils des Reichs-allsen Z. 16, so geschwärz
  35. doch anmehr die Reich als welches
  36. von Schweden nicht weniger gefahr als von Franckreich selbst
  37. besorgen muß.
  38. Hier entstehen, nun zwo überaus wichtige
  39. und schwehre fragen, die Erste ob der König zu Schweden
  40. für einen Reichsfeind zu achten, vors andere ob durch
  41. der Pforte entnehmen Segen den König zu Pohlen der
  42. Carlewizsche Friede und gebrechen. Solche Fragen können,
  43. vor
  44. Unterh
  45. auff zweyerley weise überleget werden, aus dem Punste
  46. des Kaysers und aus dem Punct der Rathsambt zu
  47. Denn weder alles was Rathsambtrecht, noch alles was
  48. recht ist rahtsam. Wan alle schuldigkeit ist rahtsam,
  49. aber nicht alles recht ist schuldigkeit
  50. n König zu Schweden belangend, so ist zuförderst
  51. gewiß, daß sein Einbruch in das Churfürstl. Sachsten denen
  52. Reichs gesezen zu wieder gewesen. Denn da er haben wollen
  53. daß die Sächsischen Kräffte gegen ihn in hohlen nicht gebraucht
  54. würden, hätte er auch aus seinen Reichsland in diesen bringen
  55. mir sich dießfals gegen das Reich gebührend, erclären müßen,
  56. Nun ist zwar diese schuld einiger maßen durch
  57. den alt-Rastädtischen Vergleich vergeben. Aber nachdem
  58. der König zu schweden, von neüen auch so gar schrifftlic
  59. bezeiget, daß es ihm bloß an gelegenheit fehle, niemals
  60. einen Einbruch in Sachsen zu ihnen ist mir solche
  61. zu erclären
  62. . Das Recht gegen den
  63. nehmlich Pommern
  64. breinen und zwey-
  65. brück

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