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LBr. 389 · Helmont, fol. 1v

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  1. vergienge mit der Zerstörung ihres Cörpers, den Menschen allein
  2. nimt man aus, welches manchem verdächtig vorkomt. Zumahl
  3. wenn man deswegen sich bloß auf den glauben beruffen will,
  4. so einem behelff ähnlich scheinet. (
  5. Die Cartesianen solches sehend und besorgend, daß wenn der
  6. thier seelen sterblich, auch diese eben der Menschen gleiche ge-
  7. fahr lauffen möchten, haben fürgegeben, der Mensch allein
  8. hätte wahrhafftig eine sede, die thiere aber seyen nichts an
  9. ders als künstliche verwercke, von feüer und windt getrie-
  10. ben, ohne alle empfindung, also daß ihrer meinung nach die
  11. thiere, wenn sie schreyen, nicht mehr fühlen als eine Orgel
  12. pfeiffe) Alleine es wirdspricht ihnen starck die ganze natur, wel
  13. che auf viele weise zuerkennen gibt, daß bey den thieren auch
  14. eine empfindung, und sie keine bloße pumpen oder mario neten
  15. seyn. Man siehet auch därlich daß die Cartesianen ihre meinung
  16. nicht auf die Vernunfft, oder erfahrung, sondern auf ihre eignen Liebe
  17. gründen, weil sie sich selbst liebkosten und nur das jenige anneh
  18. men wollen, was die menschliche Natur hoch erhebet, gleich
  19. müße
  20. ween
  21. als wann das wahr seyn möchte, was man dazu hätte
  22. wiewohl sie inzwischen nicht unrecht haben, wenn
  23. sie alle seelen hierin über eins nehmen und begreiffen, daß sie
  24. entweder alle sterblich, oder alle unsterblich seyn müßen. (
  25. Ich bin demnach mit der gemeinen Lehre darin einig, daß die
  26. Thiere wahrhafftig seelen und empfindung haben, ja ich halte
  27. mit vielen alten weisen lehren dafür, daß alles in der gan
  28. zen natur voll Krafft, Leben und seelen seyn wie denn
  29. auch

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