LBr. 439 · Jablonski, D.E., fol. 121r
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- Es ist mir ein besonderes Vergnügen gewesen zu vernehmen,
- daß mein H. GrosVater Comenius, die Ehre gehabt hat, Er
- wohlgeb. bekannt zu seyn.
- Es hatte derselbe seine Panso¬
- pische Schrifften, welche in Latein geschrieben gewesen, einem
- e
- seiner intimen Freunde, welcher hernach lange Zeit, ChurBrande
- Resident zu Cölln gewesen, auf seinem tod-Bette anvertrauet;
- dieser hat sie lange in Verwahrung gehalten, bis, nach dem
- er alt worden, er (vor etwa 12 oder 14 Jahren) nacher
- Halle gereiset, und sehene Papiere dem Waisenhause über
- geben, welches auch einen Anfang mit dem druck gemacht,
- aber bald aufgehöret, vermuthlich weil der Abgang gering
- mag gewesen seyn.
- Es sind auch wohl Böhmische Schrifften
- von ihm übrig, doch sind selbige nicht vollkommentlich da-
- boriret.
- Sein Lebym thus Mundi ist ein Sinnreicher
- Apologus, und zugleich ein Meistern Stük in der Böhmischen
- Sprach, welche Comenius ungemein besessen, und wird es
- schwer seyn, wegen der besondern dévotionen und Compo¬
- sitionen, derer die Böhmische Sprache sich gebrauchet,
- gewisse
- einige Worte in die deutsche oder andere Sprachen zu über
- sehen; vnd ob wohl selbiges Büchlein in die Polnische Sprache
Cite
LBr. 439 · Jablonski, D.E., fol. 121r. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/DE-611-HS-974744:0239?run=617