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Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9, fol. 131v

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  1. gleich-schuellem lauff viel schiffe, flösen
  2. Balcken, oder andere schwimmende Körper zu
  3. gleich und auff einmal mit sich fort reißet,
  4. und mit gleichen trieb, so viel an ihm, ein
  5. iedes angreiffet. Diese corpora, dafern
  6. sie in einem gleichen begriff, oder in eadem su-
  7. perficie, damit sie vom strohm gefaßet werden,
  8. gleich schwehr, und in ansehen der
  9. übrigen zum schwimmen gehörigen Umb-
  10. tänden ein ander gleich wären; müsten vom
  11. strohm, oder sonst sich ergießenden Sach oder
  12. Waßerfluth allesamt mit gleicher geschwin
  13. digkeit forgetrieben werden. Wenn aber die Schiffe zwar
  14. an größe und form auff welches ein ander gleich, aber eines
  15. schwehrer als Gedere beladen, so würden
  16. auch die andere geschwinder, dieses aber lang
  17. samer daperfließen, und weit zurückl
  18. bleiben. Die Grafft oder das positivum motus,
  19. dahlen schiffen, auf gewiße Maße gemein ist,
  20. rühret hehr vom strohm, das privativum
  21. aber nehmlich die langsamkeit, oder mehr b
  22. schrenckte Bewegung des schwehrer beladern
  23. hoffes, in dem ob dem Waßer ja andern schiffen
  24. nicht gnugsam Edigen kan, sondern dem trieb
  25. gleichsam wieder stehet, rühret sehr ab ineptitudine
  26. nostra massae. Auff diese art köndte
  27. man durch die krafft und den bewegungs-trieb
  28. einiger maßen das positivum, die guthe und
  29. Vollkommenheit, die den creatureen von Gott
  30. gegeben wird; durch die schwehre aber und in specie
  31. massae corporiae das privativum oder der
  32. dinge unvollkommenheit vorstellen, dadurch
  33. sie wiederstehen, und verhindert werden, dem
  34. guthen Trieb Vollkömlich zu folgen. Weilen
  35. aber die ähnligkeit hier sich nicht in allem
  36. findet, auch nur in einem gewißen dienlichen
  37. tertio erfordert wird; will man sich dieses
  38. gleichnißes nicht zu einer vermeinten völligen
  39. eines
  40. erclärung der hohen und schwehren Puncts
  41. sondern nur zu einer nicht unfüglichen
  42. adumbration, dadurch Unsern concepten
  43. nicht wenig geholffen wird, bedienet haben
  44. Gung, daß soviel Uns wißend, unter dem
  45. Reformirten iezo keiner zu finden, der
  46. Gott zum ursach der Sünde mache, wie
  47. ehemahlen Calvino, Beza, Piscatori
  48. und andern hat vorgeworffen
  49. werden wollen, davon auch bereits
  50. b
  51. ten
  52. i de Rangaharr Heinrich Hausardus Hildesheimus, Altributis divinis,
  53. gesprochen gehandelt worden.
  54. c

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Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9, fol. 131v. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068367:0262?run=617